Fromm und radikal – Verfassungsfeinde im Namen Gottes
Ein Jahr lang habe ich zur religiösen Rechten recherchiert – vom Südwesten Deutschlands bis in die USA. Entstanden ist die SWR Story „Fromm und radikal – Verfassungsfeinde im Namen Gottes“. Jetzt in der ARD-Mediathek.
Der Film zeigt, wie christlich-fundamentalistische Gruppen demokratische Institutionen infrage stellen, gegen queere Menschen und Frauenrechte mobilisieren und sich zunehmend mit der politischen Rechten vernetzen. Der Verfassungsschutz Baden-Württemberg stuft einzelne Freikirchen inzwischen als verfassungsfeindlich ein – wegen der „Delegitimierung des Staates“.
Für die Recherche reiste ich unter anderem nach Phoenix, Arizona. Dort traf ich Anselm Urban, der in Deutschland wegen Volksverhetzung verurteilt wurde und dennoch weiter Anhänger in Pforzheim mobilisiert. In Kalifornien sprachen wir mit Aussteiger aus dem Umfeld der Trump-nahen Bethel Church, die auch nach Europa expandiert. Zurück in Deutschland recherchierten wir unter anderem bei den „Christen in der AfD“ und führten ein Interview mit der AfD-Politikerin Beatrix von Storch, die als Bindeglied zwischen religiösen Netzwerken und der politischen Rechten gilt.
Unsere Recherche zeigt: Die religiöse Rechte ist längst kein rein US-amerikanisches Phänomen mehr. Auch in Deutschland entstehen Netzwerke, die politische und religiöse Machtansprüche miteinander verbinden – und damit zentrale Prinzipien des demokratischen Rechtsstaats herausfordern.
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