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Fromm und radikal – Verfassungsfeinde im Namen Gottes

Ein Jahr lang habe ich zur religiösen Rechten recherchiert – vom Südwesten Deutschlands bis in die USA. Entstanden ist die SWR Story „Fromm und radikal – Verfassungsfeinde im Namen Gottes“. Jetzt in der ARD-Mediathek.

Der Film zeigt, wie christlich-fundamentalistische Gruppen demokratische Institutionen infrage stellen, gegen queere Menschen und Frauenrechte mobilisieren und sich zunehmend mit der politischen Rechten vernetzen. Der Verfassungsschutz Baden-Württemberg stuft einzelne Freikirchen inzwischen als verfassungsfeindlich ein – wegen der „Delegitimierung des Staates“.

Für die Recherche reiste ich unter anderem nach Phoenix, Arizona. Dort traf ich Anselm Urban, der in Deutschland wegen Volksverhetzung verurteilt wurde und dennoch weiter Anhänger in Pforzheim mobilisiert. In Kalifornien sprachen wir mit Aussteiger aus dem Umfeld der Trump-nahen Bethel Church, die auch nach Europa expandiert. Zurück in Deutschland recherchierten wir unter anderem bei den „Christen in der AfD“ und führten ein Interview mit der AfD-Politikerin Beatrix von Storch, die als Bindeglied zwischen religiösen Netzwerken und der politischen Rechten gilt.

Unsere Recherche zeigt: Die religiöse Rechte ist längst kein rein US-amerikanisches Phänomen mehr. Auch in Deutschland entstehen Netzwerke, die politische und religiöse Machtansprüche miteinander verbinden – und damit zentrale Prinzipien des demokratischen Rechtsstaats herausfordern.

Mehr auf SWR online: Wie christlicher Fundamentalismus zur politischen Ideologie wird - was und wer dahinter steckt

Podcast "Feeling Blue" gewinnt Deutschen Klimajournalismus-Preis

🎧💙🏆 Der von mir produzierte Storytelling-Podcast "Feeling Blue – Paartherapie mit dem Ozean" hat beim Deutschen Preis für Klimajournalismus 2025 den Hauptpreis gewonnen. Svenja Beller, Julia Lauter, Martin Theis, Fabian Weiss und ich haben ein Format entwickelt, das sich unserer Krise mit dem Ozean nicht nur wissenschaftlich, sondern emotional, beziehungsorientiert und radikal persönlich nähert.


Mein großer Dank geht an alle Mitstreiter*innen vor und hinter dem Mikro – für Vertrauen, Präzision und Leidenschaft. Dieser Preis ehrt nicht nur die phänomenale Recherche, sondern auch den besonderen Storytelling-Ansatz, die liebevolle Produktion von Artur Sommerfeld und das rauschende Sounddesign von Don Tengeler.

Gemeinsam haben wir dem Ozean eine Stimme gegeben. Ich glaube daran, dass gute Klimaformate nicht nur informieren – sondern etwas auslösen. Dass wir Verantwortung nicht nur verstehen, sondern fühlen müssen. Und dass journalistisches Storytelling genau da ansetzen kann. 💪🌊🐚

Herzlichen Dank an das Netzwerk Klimajournalismus Deutschland und der Jury rund um Claudia Kemfert, Daniel Drepper, Barbara Junge, Christian Stoecker, Jürgen Döschner und Aline Pabst für diese besondere Würdigung. Erschienen bei der Freitag. Danke für die Zusammenarbeit auch an Benjamin Knödler.

🎧 Hört rein: "Feeling Blue – Paartherapie mit dem Ozean" auf Spotify.

Konstruktiver Journalismus mit „plan b“

Das ZDF-Format plan b steht für konstruktiven Journalismus: Es geht nicht nur darum, Probleme sichtbar zu machen, sondern auch Lösungen. Genau das reizt mich an diesem Format.aufzuzeigen. Genau mein Ding.

Zdf plan b einsamkeit von kyra funk

Für meine erste plan b-Reportage habe ich zum Thema Einsamkeit recherchiert – ein wachsendes gesellschaftliches Problem, das längst nicht nur ältere Menschen betrifft. Gedreht wurde in Deutschland und Dänemark. Der Film zeigt, welche Wege aus der Einsamkeit führen können und ist in der ZDF Mediathek zu sehen. Ergänzend dazu habe ich für ZDF heute Artikel darüber berichtet, wie Dänemark die Einsamkeit bis 2040 halbieren will.

Direkt im Anschluss entstand meine zweite plan b-Reportage: Leben mit Krebs – Heilung für Körper, Geist und Seele. Jedes Jahr erhalten in Deutschland mehr als eine halbe Million Menschen eine Krebsdiagnose. Die Reportage begleitet Betroffene und zeigt, dass sich Heilungschancen und Unterstützungsangebote kontinuierlich verbessern.

ARTE Re: Tourimeile Jakobsweg?

Der Jakobsweg boomt: Vor allem auf den letzten 100 Kilometern des Camino Francés drängen jedes Jahr Hunderttausende Pilger nach Santiago de Compostela. Der Film zeigt, wie der Ansturm den berühmten Pilgerweg verändert – und welche Konflikte daraus entstehen.

Die Kanadierin Aisha Ross erlebt auf ihrer Pilgerreise, wie die Wege kurz vor Santiago immer voller werden. Besonders ab dem Städtchen Sarria. „Es ist einfach klaustrophobisch“, sagt Aisha. „Wir versuchen, Platz zu finden, um überhaupt weiterzukommen.“

Im Laufe der letzten 20 Jahre haben sich die Pilgerzahlen auf dem Camino Frances versechsfacht. Anwohner leiden unter Lärm und Touristenmassen. Beatriz Asorey wohnt in der Altstand von Santiago de Compostela – direkt am Jakobsweg. Große Pilgergruppen feiern ihren Einzug häufig mit lautstarkem Jubel, Gesang oder gar Musikinstrumenten, und das gerne schon in den frühen Morgenstunden.

Abseits der Touristen-Massen, in einem kleinen Dorf namens Villafranca del Bierzo, steht eine der traditionsreichsten Herbergen des Jakobswegs: die Ave Fenix. Der 84-jährige Herbergsvater Jato heißt jeden willkommen, mit oder ohne Geld: „Einem Pilger eine Herberge zu geben, ist wie Gott selbst eine Herberge zu geben.“, erinnert sich Jato an die Worte seiner Großmutter. Doch Jatos Unterkunft lebt von Spenden – steigende Kosten und die Konkurrenz kommerzieller Hostels stellen ihre Zukunft infrage.

Autorin & Regie: Kyra Funk

Kamera: Guillermo Anstotegui Carnero 

Ton: Emilio Pascual

Producing: Salome Bader

Redaktion: Türkan Schirmer

Eine Produktion von ECO Media TV.

Toxic Church – Die Hillsong-Story

Von New York über Berlin bis nach Konstanz: An diesem investigativen Storytelling-Podcast arbeitete ich gemeinsam mit meinem Team rund ein Jahr. Für mich war es die bislang intensivste Recherche meiner journalistischen Laufbahn – und zugleich mein erster Podcast als Host.

Was als Recherche über eine international bekannte Freikirche begann, entwickelte sich zu einer investigativen Geschichte über geistlichen Missbrauch, Machtstrukturen und den Umgang mit Spendengeldern. Entscheidenden Anteil daran hatte ein Whistleblower aus dem Umfeld von Hillsong, der sich während der Recherche bei mir meldete und interne Dokumente zur Verfügung stellte.

Mehr Infos findet Ihr in dieser Pressemitteilung von Podimo.

Credits:

Dramaturgie und Moderation: Kyra Funk

Redaktion: Matern Boeselager, Myriel Desgranges und Kyra Funk

Produktion und Sounddesign: Simon Graf

Executive Producerin stereotype media: Myriel Desgranges

Produzent: Tolgay Azman

Executive Producerin Podimo: Judith Trost

Marketing bei Podimo: Laura Schmitt

Hier geht es zum ganzen Podcast auf Spotify
Kyra Funk crossmenu-circle